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Hintergrund: Münchner Sicherheitskonferenz

Hamburg (dpa) - Die jährliche Münchner Sicherheitskonferenz gilt als eines der international wichtigsten Treffen. Drei Tage lang diskutieren Staatschefs, Sicherheitspolitiker sowie Vertreter aus Armee, Rüstungsindustrie und Wissenschaft über aktuelle Sicherheitsthemen.

Da die mehr als 300 Teilnehmer aus etwa 50 Staaten keine Beschlüsse fassen, können sie ohne Entscheidungsdruck öffentlich oder in geschlossener Runde kritische Fragen diskutieren und Strategien entwickeln.

Ins Leben gerufen wurde das Treffen 1962 als «Wehrkundetagung» von dem deutschen Verleger Ewald von Kleist. Anfangs bestimmte vor allem das Ost-West-Verhältnis die Tagesordnung. Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde das Forum in «Sicherheitskonferenz» umbenannt, um den internationalen Charakter zu unterstreichen.

Horst Teltschik, der ehemalige sicherheitspolitische Berater der Regierung Helmut Kohl, übernahm 1998 die Leitung und öffnete die Konferenz für Staaten aus Mittel- und Osteuropa sowie Asien. Sein Nachfolger wurde 2008 der deutsche Botschafter in Großbritannien, Wolfgang Ischinger, der dafür das diplomatische Korps verließ.

Unter dem Vorsitz des 63-Jährigen soll die Konferenz um Themen wie Wirtschaft, Klimawandel und Ressourcensicherheit erweitert werden. Das Treffen im Bayrischen Hof wird seit Jahren von Protesten von Friedensaktivisten und Rüstungsgegnern begleitet.

www.securityconference.de

International / Sicherheit
06.02.2010 · 21:58 Uhr
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