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Hintergrund: Mitgliederbefragung bei NRW-CDU

Düsseldorf (dpa) - Die nordrhein-westfälische CDU hat bereits Erfahrungen mit einer Mitgliederbefragung. Im Jahr 1994 entschied die Parteibasis, wer den größten CDU-Landesverband als Spitzenkandidat ein Jahr später in die Landtagswahl führen sollte.

Auch damals gab es ein Duell Landes- gegen Bundespolitiker: Der Vorsitzende der Landtagsfraktion, Helmut Linssen, setzte sich mit knapp 60 Prozent der Stimmen gegen den damaligen Bildungs-Staatssekretär und heutigen Bundestagspräsidenten Norbert Lammert durch.

An der kombinierten Brief- und Urnenabstimmung beteiligten sich knapp 45 Prozent der damals 210 000 CDU-Mitglieder in Nordrhein-Westfalen. Da das Ergebnis einer Mitgliederbefragung rechtlich nicht bindend ist, erfolgte die offizielle Wahl Linssens zum Spitzenkandidaten auf einem Landesparteitag. Bei der Landtagswahl hatte Linssen keinen Erfolg, die CDU blieb 1995 in der Opposition.

Vor der Wahl des Landesvorsitzenden hat die NRW-CDU ihre Parteimitglieder noch nicht befragt. 1999 stellten sich Jürgen Rüttgers sowie seine Gegenkandidaten Linssen und Christa Thoben bei Regionalkonferenzen der Parteibasis vor, die Entscheidung für Rüttgers traf aber ein Parteitag allein.

Parteien / CDU / Nordrhein-Westfalen
17.08.2010 · 21:44 Uhr
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