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Hintergrund: Mit Leitungswasser zum Klimaschutz

Kopenhagen (dpa) - Mehr als 15 000 Menschen auf dem Klimagipfel in Kopenhagen verursachen mindestens 40 500 Tonnen Kohlendioxid. Das schätzt das UN-Klimasekretariat. Der bei weitem größte Teil davon entsteht durch die An- und Abreise.

Hinzu kommen noch der Energieverbrauch während des Gipfels und Müll, der bei seiner Entstehung und Verbrennung das Treibhausgas produziert, Hotelunterkunft und lokaler Transport. Doch der Klimagipfel soll nach dem Willen der dänischen Gastgeber klimaneutral werden, und die Gäste sollen dabei helfen.

Die Delegierten wurden daher dazu aufgerufen, Leitungswasser zu trinken, damit nicht sie nicht so viel Plastikflaschen verbrauchen. In den Hallen stehen Wasserspender - das Wasser wird allerdings in Plastikbecher gefüllt. Natürlich sollen sie auch möglichst wenig Papier verbrauchen, was angesichts der üblichen Papierberge auf internationalen Konferenzen eine große Herausforderung ist. Selbstverständlich sollten sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Dazu gibt es 200 Leihfahrräder - für mindestens 15 000 Gäste.

Das Konferenzzentrum selbst spare dank neuester Technik 20 Prozent Energie. Weiter gibt es diesmal nicht die üblichen - oft mit viel überflüssigen Broschüren gespickten - Konferenztaschen. Da das alles nicht reicht, hat sich Dänemark verpflichten, 700 000 Euro für ein Klimaschutzprojekt in Dhaka auszugeben. Dort sollen 20 alte Ziegelöfen durch energieeffiziente ersetzt werden. Das - so die Berechnung - werde mit 50 000 Tonnen Kohlendioxid-Einsparung Jahr um Jahr die Gipfel-Emissionen neutralisieren.

UN / Klima / Gipfel
07.12.2009 · 13:57 Uhr
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