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Hintergrund: Milliardenverlust durch Ladendiebstahl

Das Bild zeigt den fingierten Diebstahl einer Digitalkamera.Großansicht

Berlin (dpa) - Überwachungskameras sind eine der Hauptmaßnahmen, mit denen der Einzelhandel den Ladendiebstahl eindämmen will. Trotzdem sind laut einer Studie des Handelsinstituts EHI im vergangenen Jahr Waren im Gesamtwert von rund 3,9 Milliarden Euro verschwunden.

In mehr als jedem zweiten Fall (52,7 Prozent) werden dafür zwar unehrliche Kunden verantwortlich gemacht, aber ein Anteil von 20,4 Prozent geht nach Schätzungen des Handels auf Diebstähle durch Mitarbeiter zurück. Bei rund 2,5 Millionen Beschäftigten im Einzelhandel lässt damit - rein statistisch gesehen - jeder Mitarbeiter pro Jahr Waren im Wert von etwa 320 Euro mitgehen.

Lediglich 8,2 Prozent des Schadens wird der Studie zufolge den Lieferanten angelastet. Der Rest der sogenannten Inventurdifferenz wird auf Buchungsfehler und ähnliche organisatorische Mängel zurückgeführt. Diese Zahlen beruhen allerdings nur auf Schätzungen.

Das EHI hatte für seine Studie 89 Handelsunternehmen befragt, die ein Filialnetz von rund 13 000 Supermärkten, Drogerien und Warenhäusern betreiben. Danach investieren die Betriebe eigenen Angaben zufolge jährlich 1,2 Milliarden Euro in Sicherheitsmaßnahmen wie Überwachungskameras und Kaufhausdetektive. Trotzdem bleiben nach Einschätzung des Handels jedes Jahr 30 Millionen Ladendiebstähle unentdeckt.

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25.08.2010 · 20:24 Uhr
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