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Hintergrund: Menschenrechtsorganisation Iraq Body Count

Berlin (dpa) - Zehntausende Zivilisten starben im Irakkrieg, doch jahrelang wollte die US-Regierung über die Opferzahlen keine Angaben machen. Friedensaktivisten aus den USA und Großbritannien riefen deshalb die Menschenrechtsorganisation Iraq Body Count (IBC) ins Leben.

IBC ist mittlerweile eine der am häufigsten zitierten Quellen, wenn es um die Zahl ziviler Todesopfer im Irakkrieg geht, und arbeitet auch mit Wikileaks zusammen.

Die Militärs hätten offenbar kein Interesse daran, über zivile Todesopfer zu informieren, hieß es immer wieder auf der Website der in Großbritannien ansässigen Organisation. Da es keine offizielle Zählung gebe, seien unabhängige Informationen gefragt - auch über die Identität der Toten. Die von IBC veröffentlichten Daten gehen vor allem auf Medienberichte, aber auch auf Angaben von Krankenhäusern und Leichenhallen zurück.

«Man stelle sich vor, die USA wüssten nicht, wer bei den Anschlägen vom 11. September ums Leben kam», sagte einer der Mitbegründer in einem Interview mit dem Sender BBC. «Das ist doch undenkbar.» IBC geht von 150 000 Toten im Irak seit Kriegsbeginn 2003 aus. Nach den neuen Berichten, die von Wikileaks veröffentlicht wurde, schätzt IBC die Zahl der zivilen Toten auf über 122 000.

IBC-Homepage

BBC-Bericht über zivile Opfer]

Konflikte / Internet / USA / Irak
24.10.2010 · 21:22 Uhr
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