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Hintergrund: Mehr als 100 EHEC- und HUS-Fälle in Europa

Kopenhagen (dpa) - Außerhalb Deutschlands gibt es nach Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits über 100 EHEC- und HUS-Fälle. Bis auf einen Patienten seien alle gemeldeten während der Inkubationszeit in Deutschland gewesen, berichtete das WHO-Europabüro am Wochenende in Kopenhagen. Mit Stand Samstagabend seien 31 HUS-Fälle und weitere 71 EHEC-Infektionen aus elf europäischen Ländern außer Deutschland gemeldet worden. Eine Frau in Schweden starb. Zusätzlich habe die Seuchenkontrollbehörde der USA über zwei HUS-Fälle in Amerika berichtet.

Land HUS-Fälle EHEC-Fälle

Dänemark 7 11

Frankreich 0 10

Großbritannien 3 8

Niederlande 4 4

Norwegen 0 1

Österreich 0 2

Polen 1 0

Spanien 1 0

Schweden 15 31

Schweiz 0 3

Tschechien 0 1

USA 2 0

Gesamt 33 71

(Quelle: WHO; Stand: 4. Juni, 18.00 Uhr)

Aus Deutschland wurden der WHO bis zum Freitagabend (3. Juni, 18.00 Uhr) 573 HUS-Fälle und zusätzlich 1428 bestätigte EHEC-Infektionen gemeldet. Das waren 53 HUS-Fälle und 215 EHEC-Infektionen mehr als am Vortag. Insgesamt gab es 18 Todesfälle. Der Schwerpunkt der HUS-Erkrankungen liege in der Altersgruppe der 20- bis 49-Jährigen. 70 Prozent der HUS-Patienten seien Frauen, bei den EHEC-Fällen seien es 61 Prozent. Ob der Gipfel des Ausbruchs erreicht sei, lasse sich derzeit noch nicht beurteilen.

Gesundheit / Infektionen
05.06.2011 · 14:54 Uhr
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