News
 

Hintergrund: Luftkorridor über dem Hudson

New York (dpa) - Der Luftraum über dem Hudson River in New York hat seine eigenen Regeln: Bis zu einer Höhe von knapp 350 Metern über dem Fluss dürfen Hubschrauber, Wasserflugzeuge und Privatmaschinen auf Sicht fliegen - ohne Genehmigung und Funkkontakt mit einem Lotsen.

«Es ist Aufgabe jedes Piloten, selbst aufzupassen und auszuweichen», erläuterte Paul Dudley, der Chef des nahe gelegenen Flughafens Linden der «New York Times».

Bei gutem Wetter brummt es über dem Hudson wie in einem Bienenschwarm: Sightseeing-Touren und Privatflieger genießen den atemberaubenden Blick auf die Skyline von Manhatten, Banker der Wallstreet nutzen den unkomplizierten Weg in die Stadt. Genaue Angaben zur Zahl der Flugbewegungen gibt es mangels Kontrolle nicht.

Die Behörden wollen mit der Regelung den kommerziellen Flugverkehr über der Millionen-Metropole entlasten. Die zahllosen Jets, die täglich von den drei Großflughäfen der Stadt starten, müssen eine Flughöhe von mindestens 1500 Metern einhalten.

Bei dem Gedrängel weit darunter im «Hudson-Korridor» gelten Regeln wie auf einer zweispurigen Straße: Wer nach Süden will, fliegt rechts - wer nach Norden muss, fliegt links. Die Verständigung läuft über einen einzigen Funkkanal: Auf der Frequenz 123.05 muss sich jeder Pilot melden, seinen Startpunkt und sein Ziel mitteilen - und dann aufpassen, so gut es geht.

Ähnliche Regeln gelten auch für den East River im Osten der langgestreckten Insel Manhattan. Nachdem im Oktober 2006 ein Hobbypilot und sein Fluglehrer mit einem Sportflieger in ein Hochhaus krachten, wurde der Verkehr dort allerdings eingeschränkt.

Luftverkehr / Unfälle / USA
09.08.2009 · 14:20 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

Weitere Themen