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Hintergrund: Londons City - Herz der britischen Wirtschaft

Der Finanzsektor ist die Lebensader der britischen Wirtschaft, das Bankenviertel in der City of London deren Herz. Foto: Andy Rain/ArchivGroßansicht

London (dpa) - Der Finanzsektor ist die Lebensader der britischen Wirtschaft, das Bankenviertel in der City of London deren Herz. Die City ist der größte Finanzhandelsplatz Europas, nach Angaben der Stadtverwaltung sogar der Welt.

241 ausländische Banken sind dort Zahlen der Stadt zufolge angesiedelt. 604 ausländische Unternehmen werden an der Londoner Börse gehandelt.

In der City werden rund 2,4 Prozent des nationalen Einkommens geschöpft. London selber hängt an dem Viertel an der Themse wie an einem Tropf: Die City brachte der Stadt im Jahr 2009/2010 rund 1,4 Milliarden Pfund Steuern. Vor der Bankenkrise waren es noch mehr.

Die Banken und Finanzinstitute sind aber auch für Großbritannien insgesamt von entscheidender Bedeutung. Vom Königreich aus werden rund 20 Prozent der globalen, grenzüberschreitenden Bankengeschäfte getätigt. Der Finanzsektor steht für ein Zehntel der gesamten Wirtschaftsleistung Großbritanniens. Im Jahr 2009/2010 stammten 11,2 Prozent der Steuereinnahmen aus Finanzdienstleistungen.

Die britische Regierung fürchtet, dass die Einführung einer Finanztransaktionssteuer die Banken vertreiben könnte. So könnten sie ihre Hauptsitze nach Asien oder in die USA verlegen. Das würde neben drastischen Steuereinbußen auch massenhaft Arbeitsplatzverluste nach sich ziehen.

EU / Finanzen / Gipfel
09.12.2011 · 12:32 Uhr
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