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Hintergrund: Libyen ist für EU wichtiger Öllieferant

Brüssel (dpa) - Libyen gilt als wichtiger Handelspartner der EU in der Mittelmeerregion. Allein 2009 führte die Europäische Union Waren im Wert von rund 19,9 Milliarden Euro aus dem nordafrikanischen Land ein - vor allem Öl. Im selben Jahr exportierte die EU Güter für rund 6,4 Milliarden Euro, insbesondere Maschinen.

Zahlen für 2010 lagen zunächst nicht vor. In der EU-Import-Rangliste liegt das Libyen nach Brüsseler Angaben auf Platz elf.

Im Kampf gegen die illegale Einwanderung einigten sich EU und Libyen auf eine Kooperation. Doch bisher hat die Gemeinschaft der 27 keine der beschlossenen Millionenhilfen gezahlt, da die Bedingungen nicht erfüllt wurden. Es war im vergangenen Jahr davon die Rede gewesen, Libyen mit 50 Millionen Euro zu unterstützen. Das Geld war für die Jahre 2011 bis 2013 gedacht und hätte Libyen beispielsweise helfen sollen, die Unterbringung von Flüchtlingen zu verbessern.

Seit 2004 arbeiten EU und Libyen vor allem in den Bereichen Gesundheit und Migration zusammen. Ein umfassendes Paket zur Intensivierung des Handels und zur Verbesserung der medizinischen Versorgung hat einen Umfang von 60 Millionen Euro.

Nach Angaben der EU-Kommission wurde davon für die Jahre 2011 bis 2013 aber bisher nichts ausgezahlt. Die Europäische Union bewilligte hingegen von 2007 bis zum vergangenen Jahr 8,5 Millionen Euro für einen Aktionsplan zur Aids-Bekämpfung in Bengasi.

Von der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP) profitiert Libyen - obwohl geografisch zugehörig - aktuell nicht. Diese will den Zusammenhalt zwischen der EU und 16 Nachbarländern stärken. Ägypten beispielsweise wird im Rahmen der ENP mit rund 150 Millionen Euro jährlich versorgt.

Unruhen / EU / Libyen
22.02.2011 · 22:28 Uhr
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