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Hintergrund: Köpfe des Klimagipfels

Yvo de Boer und Connie HedegaardGroßansicht
Kopenhagen (dpa) - Auf sie achtet man, auf ihre Worte hört man: Connie Hedegaard, Yvo de Boer und Rajendra Pachauri sind die Schlüsselfiguren des Klimagipfels in Kopenhagen:

Connie Hedegaard: Die 49-jährige Dänin ist die Präsidentin des Kopenhagener Klimagipfels. Hedegaard hat auch bei Umweltschützern einen herausragenden Ruf als überzeugte Kämpferin für ein weitreichendes Klimaabkommen. Ihr klares, entschiedenes Eintreten wurde gleich bei ihrer aufrüttelnden Eröffnungsrede in Kopenhagen deutlich. Nach dem Gipfel wechselt Hedegaard Anfang 2010 als Klimakommissarin der EU nach Brüssel. Im eigenen Land war die Politikerin aus der konservativen Partei ab 2004 Umwelt- und ab 2007 Klima- sowie Energieministerin. Vorher machte sich «Connie», wie die Dänen sie nennen, auch als erfolgreiche Zeitungs-, Rundfunk- und TV-Journalistin einen Namen. Die Mutter zweier Söhne gilt als liberal und nicht unbedingt als Anhängerin der ausgeprägt harten Ausländerpolitik von Dänemarks Regierung.

Yvo de Boer: Seit August 2006 leitet der 55-jährige Niederländer das UN-Klimasekretariat in Bonn und ist damit oberster Klimaschützer der Vereinten Nationen. Bei allen internationalen Klimakonferenzen zieht er die Fäden. Der kleine hagere Mann gilt als wortgewandt, weltläufig und durchsetzungsstark - aber auch als verletzlich. Unvergessen ist sein Auftritt bei der Weltklimakonferenz auf Bali vor zwei Jahren. Als es kurz vor Schluss zum Eklat mit Chinas Delegierten kam und der Gipfel zu platzen drohte, verließ de Boer unter Tränen den Saal. Zuvor hatte er zwei Tage lang verhandelt, ohne zu schlafen. Seither gilt der dreifache Vater als das Gesicht des hartnäckigen Kampfes gegen den Klimawandel.

Rajenda Pachauri: Der Vorsitzende des Weltklimarates IPCC hat sich den Kampf gegen den Klimawandel zur Lebensaufgabe gemacht. Der in Nordindien geborene Ingenieur und Ökonom wechselte nach einer Karriere in der Industrie Anfang der 70er Jahre in die Wissenschaft. Zu Beginn der 80er Jahre übernahm er den Vorsitz des angesehenen Instituts für Energie und Ressourcen (Teri) in Indiens Hauptstadt Neu Delhi. Auch als Mitglied vieler wissenschaftlicher Beiräte erwarb sich der 69-Jährige weltweit den Ruf eines engagierten Umweltschützers - obwohl ihm Kritiker immer wieder eine zu große Nähe zur Industrie vorwerfen. 2002 ernannten ihn die Vereinten Nationen zum Chef des Weltklimarats. Seitdem wirbt er unermüdlich für eine umweltgerechte Wirtschaftspolitik.

UN / Klima / Gipfel
08.12.2009 · 22:05 Uhr
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