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Hintergrund: Koalitionsregierungen in Großbritannien

Das britische Parlament in Westminster Central London.
Hamburg (dpa) - Das britische Mehrheitswahlrecht hat in den vergangenen Jahrzehnten dafür gesorgt, dass Großbritannien nur sehr selten von Koalitionen regiert wurde.

In diesem Jahrhundert gab es bisher lediglich in Kriegs- und Krisenzeiten All-Parteien- Regierungen. So führten nach der Weltwirtschaftskrise von 1931 bis 1940 verschiedene Regierungschefs Bündnisse aus Labour, Konservativen und National Liberalen. Der bislang letzte Koalitions-Premier war Winston Churchill, der im Zweiten Weltkrieg von 1940 bis 1945 mit Konservativen, Labour und Liberalen regierte.

Gab es in der Nachkriegszeit nach Wahlen keine stabile Mehrheit für eine Partei («Hung Parliament»), führten Minderheitsregierungen das Land. Zuletzt hatten nach der Unterhauswahl 1974 weder Labour noch die Konservativen eine Mehrheit. Nachdem Gespräche des Tory- Premiers Edward Heath für eine Koalition mit den Liberalen gescheitert waren, führte Harold Wilson dann eine Labour- Minderheitsregierung.

Regierung / Großbritannien
12.05.2010 · 11:43 Uhr
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