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Hintergrund: Knapp 50 000 leisten Zivildienst

Zivildienst in DeutschlandGroßansicht

Berlin (dpa) - Zivildienstleistende arbeiten in Kranken- und Pflegeeinrichtungen, in der Kinder- und Jugendbetreuung und in vielen weiteren Bereichen.

Am 1. August 2010 waren in Deutschland insgesamt 48 913 junge Leute als Zivildienstleistende tätig. Spitzenreiter unter den Ländern war Nordrhein-Westfalen mit 11 954, gefolgt von Bayern mit 6181 und Baden-Württemberg mit 6175 Zivildienstleistenden.

Seitdem im April 1961 die ersten «Zivis» in Dienst traten, haben mehr als zweieinhalb Millionen junge Männer diesen Dienst geleistet. Die Zahl der jeweils gleichzeitig im Zivildienst tätigen jungen Menschen stieg laut Bundesamt für den Zivildienst bis Ende der 90er Jahre kontinuierlich an. 1999 waren es im Schnitt der einzelnen Monate 138 364.

Seither gingen diese Zahlen mit Schwankungen wieder zurück. So gab es im Jahr 2000 im Schnitt 119 455 Zivis, 2005 waren es 66 063, in diesem Jahr waren es bislang im Schnitt der einzelnen Monate 61 172. Somit ist ungefähr wieder der Stand von Mitte der 80er Jahre erreicht.

Der Zivildienst wurde 1961 für Wehrpflichtige eingeführt, die den Dienst an der Waffe verweigern. Anfangs dauerte er 15 Monate, Ende der 80er Jahre sogar 20 Monate. In diesem Juli wurde auch der Zivildienst von neun auf sechs Monate verkürzt. Freiwillig können «Zivis» ihn um bis zu sechs Monate verlängern.

Verteidigung / Bundeswehr / Reform / Zivildienst
23.08.2010 · 21:55 Uhr
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