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Hintergrund: Knackpunkte beim Gipfel

Kopenhagen (dpa) - Die wichtigsten kontroversen Themen beim Klimagipfel in Kopenhagen:

- Emissionsverringerung: Wer verringert seinen Treibhausgas-Ausstoß um wie viel? Die EU bietet 20 Prozent Reduzierung von 1990 bis 2020 und ist bereit bis auf 30 Prozent zu gehen, wenn andere entsprechend mitziehen. Die USA bieten 17 Prozent, aber bezogen auf 2005, was umgerechnet auf 1990 nur 4 Prozent wären. Doch bis zum Jahr 2025 bieten die USA schon deutlich mehr. Andere Länder wie Russland wollen mit der EU gleichziehen. China will auf freiwilliger Basis seine Energie-Effizienz steigern.

- Überprüfung: Äußerst kritischer Punkt. Vor allem die Amerikaner wollen nicht mit ins Boot, wenn die Chinesen ihre «freiwilligen» Reduktionen nicht in irgendeiner Form international kontrollieren lassen. Diese sträuben sich gegen eine Kontrolle von außen.

- Kosten: Die Entwicklungsländer sagen, die Industrieländer tragen die Schuld für das gesamte Treibhausgas-Problem. Sie selbst können es sich nicht leisten, auf Kosten ihrer Wirtschaft den Treibhausgas- Ausstoß zu bremsen. Deshalb fordern sie kurzfristig und ab 2020 längerfristig Milliarden-Hilfen, um sich gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen und um ihre Technologie klimafreundlich umzustellen. Die USA sagten auf dem Gipfel erstmals zu, in einem 100- Milliarden-Topf ab 2020 einzuzahlen - wenn die Chinesen ihre Ziele überprüfen lassen. Die EU hatten bereits 7,2 Milliarden Euro bis 2012 zugesagt.

- Verbindlichkeit: Vor allen die kleinen Inselstaaten, denen das Wasser bis zum Hals steht, wollen, dass das Abkommen niet- und nagelfest ist. Aber auch die EU pocht auf Verbindlichkeit. Die USA sträuben sich generell gegen international bindende Verträge.

UN / Klima / Gipfel
18.12.2009 · 18:19 Uhr
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