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Hintergrund: Klassiker Weihnachtsansprache

Bundespräsident Christian Wulff am 21.12.2010 im Schloss Bellevue in Berlin bei der Aufzeichnung der Weihnachtsansprache. Foto: Bundesregierung/Steffen KuglerGroßansicht

Berlin (dpa) - Die Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten ist ein Fernsehklassiker. Seit 1970 spricht das deutsche Staatsoberhaupt zu Weihnachten, während der Bundeskanzler eine Neujahrsansprache hält.

Von 1949 bis 1969 war es umgekehrt. Das neue Medium Fernsehen wurde erstmals 1952 genutzt. Damals hielt Bundespräsident Theodor Heuss am Silvesterabend nach seiner Rundfunk-Ansprache an die deutsche Bevölkerung auch im Fernsehen eine kurze Rede.

In den ersten Jahren enthielten die bis zu zehnminütigen Weihnachtsreden der Kanzler teilweise politische Stellungnahmen. Zugleich hatten sie vielfach den Charakter einer Predigt - besonders bei Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU). Das christliche und besinnliche Element blieb nach dem Wechsel der Ansprache zum Bundespräsidenten erhalten. Oft werden mahnende Worte zur allgemeinen Entwicklung der Gesellschaft und zu Problemen in der Welt gesprochen. Durch den Tonfall und das Umfeld eines privaten Zimmers oder Schreibtisches wirkt die Ansprache wie eine persönliche Botschaft, die von einem Wohnzimmer in Millionen andere geschickt wird.

Inzwischen strahlen die Sender die Ansprachen, sei es zu Weihnachten oder zum Jahreswechsel, in der Regel als Aufzeichnungen aus. Zur bisher größten Panne kam es zum Jahreswechsel 1986/87 beim damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU). Durch eine Verwechslung beim NDR wurde statt Kohls aktueller Rede die vom Vorjahr gesendet.

Bundespräsident
21.12.2011 · 22:22 Uhr
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