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Hintergrund: Keim «Enterobacter cloacae»

Mainz (dpa) - Als «Enterobacter cloacae» wird genaugenommen keine einzelne Bakterienart, sondern eine ganzer Komplex von Erregern innerhalb der Familie der Enterobakterien bezeichnet.

Der Namensteil «entero» bezieht sich darauf, dass diese Keime im Darm von Menschen oder Tieren überleben können - jedoch nicht alle lösen Darmerkrankungen aus, wie der Experte Harald Hoffmann vom Institut für Mikrobiologie und Laboratoriumsdiagnostik in Gauting (Bayern) erklärte. Die Enterobacter-cloacae-Gruppe ist vor allem für Lungen-, Wund- oder Harnwegsinfektionen verantwortlich. Gelangen sie über eine Infusion direkt ins Blut, droht eine Blutvergiftung.

Bakterienarten der Gruppe «Enterobacter cloacae» werden in Krankenhäusern immer häufiger nachgewiesen, sagte Hoffmann. So habe die Art «hormaechei» von Natur aus eine hohe Resistenz gegen Antibiotika und versteht es gut, sich gegen einige Desinfektionsmittel zu wehren. Es sind mehrere Fälle bekannt, in denen Infusionslösungen mit diesem Keim verseucht wurden. Zwar seien «Enterobacter cloacae» meist weniger aggressive Erreger als etwa E. coli, sagte der Mediziner. Bei einer Infektion sei die Behandlung jedoch schwieriger.

Notfälle / Kinder
24.08.2010 · 21:29 Uhr
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