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Hintergrund: Jobs' Tod rückt Apple-Manager in den Fokus

Cupertino (dpa) - Nach dem Tod von Steve Jobs müssen die von ihm zusammengestellten Top-Manager die Verantwortung für Apple übernehmen. Im Gegensatz zum Alleskönner Jobs sind sie vor allem Spezialisten für ihre Fachbereiche:

- Tim Cook: Jobs holte den Computermanager 1998 zu Apple und vertraute ihm die Führung des operativen Geschäfts an. Der Südstaatler mit der weichen Stimme ordnete die Produktions- und Vertriebskette radikal neu und machte Apple zu einer effizienten Geldmaschine, die Jobs' kühne Visionen umsetzen kann. Im August übernahm der 50-jährige Cook permanent die Konzernführung.

- Jonathan «Jony» Ive: Der britische Designer stieß schon Anfang der 90er Jahre zu Apple. Doch erst als Jobs 1997 wieder die Führung übernahm, blühte Ive voll auf. Seine Abteilung bekam größere Räume in einem Hochsichheitstrakt des Hauptquartiers und die Lizenz zum Experimentieren. Aus Ives Labor stammen Innovationen wie die aktuellen Notebooks aus einem Stück Aluminium sowie das schlichte Design von iPhone, iPad und Mac. Viele Beobachter sehen am ehesten Ive als Jobs-Nachfolger was die Zukunftsvisionen angeht, weil er ähnlich ticke wie der Apple-Gründer. Allerdings wurde zuletzt auch berichtet, der 44-Jährige habe aus privaten Gründen eine Rückkehr nach Großbritannien erwogen.

- Eddy Cue: Der Manager war lange für die iTunes-Plattform zuständig und bekam vor kurzem die Führung des gesamten Bereichs Internet-Software und Dienste übertragen. Damit ist der Chef über den iTunes Store, den App Store, den Büchershop iBooks und auch den neuen Online-Speicherdienst iCloud. Das ist ein Schlüssel-Bereich für die Zukunft von Apple - schließlich hat das Unternehmen selbst dafür gesorgt, dass Software wichtiger als die Geräte selbst wahrgenommen wird.

- Phil Schiller: Der «Senior Vice President» für Marketing durfte schon manche wichtige Produktpräsentation übernehmen - und zuletzt das neue iPhone 4S vorstellen. Alle neuen erfolgreichen Produkte von Apple sind unter Schillers Regie vermarktet worden. Der quirlige Marketingchef musste bisher aber nur die Dinge verkaufen, die Steve Jobs mit seinen Vertrauten entwickelt hat.

- Scott Forstall: Steve Jobs brachte den Stanford-Absolventen 1997 von NeXT zu Apple mit. Der 42-jährige zählte zu den führenden Architekten des Computer-Betriebssystems Mac OS X. Heute verantwortet Forstall mit der iPhone-Softwareplattform iOS einen der wichtigsten Bereiche von Apple.

Computer / Internet / USA
06.10.2011 · 22:30 Uhr
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