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Hintergrund: Impfen - hoher Nutzen, wenig Risiken

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Hamburg (dpa) - Gegen eine Reihe gefährlicher Krankheiten ist Impfen der effektivste Schutz. In der Regel werden dem Impfling abgeschwächte oder abgetötete Krankheitserreger oder Teile davon in den Muskel gespritzt.

Dies regt den Körper an, schützende Antikörper gegen die entsprechende Krankheit zu bilden. Wird das Immunsystem erneut mit dem Erreger konfrontiert, kann es sich erfolgreich wehren. Diese sogenannte aktive Immunisierung erfordert meist mehrere Injektionen und schützt den Patienten in der Regel viele Jahre.

Wenn der Patient sich wahrscheinlich oder sicher angesteckt hat, hilft die sogenannte passive Immunisierung. Dabei wird ein Serum gespritzt, das die Antikörper schon in sich trägt. Dieses bewirkt, dass die Krankheit beim Patienten weniger schwach verläuft oder überhaupt nicht ausbricht. Im Gegensatz zur aktiven Immunisierung hält der Schutz meist nur einige Wochen.

Schwere Impfnebenwirkungen sind äußerst selten. Mediziner und Wissenschaftler verweisen darauf, dass jährlich Millionen Menschen geimpft werden und die Stoffe besonders intensiv getestet sind. Im Vergleich zu den Gefahren, die Krankheiten wie Kinderlähmung, Masern oder Wundstarrkrampf mit sich bringen, sind die Risiken sehr gering.

Die Geschichte des Impfens ist alt. Schon vor rund 2000 Jahren sollen Chinesen Körpersekrete von Infizierten eingenommen haben, um sich vor Erkrankungen zu schützen. Die erste «moderne» Impfung wird dem englischen Arzt Edward Jenner zugeschrieben. Er hatte beobachtet, dass Melkerinnen, die sich an kuhpockenkrankem Vieh infiziert hatten, nicht mehr an Pocken erkrankten. Im Jahr 1796 impfte er einen gesunden Jungen mit Kuhpocken. Danach war dieser gegen Pocken geschützt.

Gesundheit / Grippe / Kabinett
19.08.2009 · 23:16 Uhr
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