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Hintergrund: Hunde als Ermittler mit feiner Nase

Polizeihund auf SpurensucheGroßansicht
Heidenheim (dpa) - Warum ist die Heidenheimer Frauenleiche nicht von der Polizei, sondern von einem Spaziergänger mit Hund entdeckt worden? Auf diese Frage gab es am Freitag zunächst keine Antwort. Unklar war auch, ob der Fundort in den vergangenen Wochen überhaupt mit Polizeihunden abgesucht wurde.

Der Einsatz von Hunden bei der Suche nach Vermissten oder Leichen hat seine Grenzen: Die Tiere können sich zum Beispiel durch andere Menschen, andere Polizeihunde, andere Gerüche und Spuren ablenken lassen. Außerdem kann ein Polizeihund nur Spuren innerhalb eines bestimmten Umkreises wittern. Er ermüdet bei der Spurensuche relativ schnell: Nach rund einer halben Stunde braucht er eine Pause.

Suchhunde werden vor allem dann gebraucht, wenn es eine frische Spur zur Aufnahme einer Fährte gibt. Aber ihr Einsatz ist auch eine Frage der Kapazität: Je weniger Polizeipersonal bei einer Suche greifbar ist, desto eher werden Hunde eingesetzt.

Polizeihunde sind unterschiedlich trainiert: Die einen sind auf Drogen spezialisiert oder auf Sprengstoff, die anderen auf Fährten und Leichen oder dienen als Schutzhunde. Nach lebenden Menschen suchen "Man-Trailer-Hunde".

Im Fall der am 12. Mai in Heidenheim entführten Bankiersfrau Maria Bögerl hatte die Polizei ein recht großes Gebiet zu durchsuchen. Deswegen wurden nicht überall Hunde eingesetzt. Die Polizei setzte bei der Suche nach der 54-Jährigen Rettungshunde, Leichenspürhunde und Man-Trailer-Hunde ein.

Kriminalität / Entführung
04.06.2010 · 23:15 Uhr
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