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Hintergrund: Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem

Bei seinem Besuch in Jad Vashem im Juli 2008 ließ sich US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama in der Halle der Namen die 600 Fotos von Holocaust-Opfern erläutern.Großansicht
Jerusalem (dpa) - Acht Jahre nach Ende des Holocausts beschloss Israels Parlament 1953 den Bau einer Gedenkstätte für die etwa sechs Millionen Opfer der Judenvernichtung. Jad Vaschem («Denkmal und Name») sollte dafür sorgen, dass die Opfer des Nazi-Regimes niemals vergessen werden.

Die weitläufige Anlage auf dem Herzlberg in Jerusalem ist Museum, Mahnmal und Forschungsstätte zugleich. Besonders eindrucksvoll ist die «Halle der Erinnerung». In den Boden des abgedunkelten Raums sind die Namen der Nazi-Vernichtungslager in ganz Europa eingelassen. Auf bis zu sieben Meter hohen Felsen finden sich im «Tal der Gemeinden» die Namen von rund 5100 jüdischen Gemeinden, von denen der Großteil von den Nazis zerstört wurde.

Wissenschaftler von Jad Vaschem haben das weltweit größte Archiv zum Thema Holocaust aufgebaut und eine 18-bändige Dokumentation aller jüdischer Gemeinden zusammengestellt, die von den Nazis vernichtet wurden. Zu bereits 10 000 Aufzeichnungen von Überlebenden und rund 5000 Filmen kamen im September 2008 Aufnahmen von etwa 52 000 Zeitzeugen, die eine vom US-Regisseur Steven Spielberg gegründete Stiftung übergab. Eine internationale Schule für Holocaust-Studien dient zur Ausbildung von Lehrern aus aller Welt.

International / Deutschland / Israel
23.11.2009 · 16:49 Uhr
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