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Hintergrund: Großveranstaltungen in autoritären Regimen

Berlin (dpa) - Die Entscheidung von Bundespräsident Joachim Gauck, nicht an einem politischen Treffen in der Ukraine teilzunehmen, stößt auf parteiübergreifende Zustimmung.

Doch auch in anderen Ländern, in denen die Menschenrechte verletzt werden, sind große internationale Veranstaltungen geplant. Ein Überblick:

UKRAINE: Wenige Wochen vor Beginn der Fußball-EM in Polen und der Ukraine spitzt sich die Diskussion über die politischen Missstände im Gastgeberland zu. Die frühere Regierungschefin Julia Timoschenko war im Oktober 2011 wegen angeblichen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Der Prozess wurde als politisch motiviert kritisiert.

BAHRAIN: Trotz heftiger Kontroversen um das jüngste Grand-Prix-Rennen in dem Königreich am Persischen Golf will die Formel 1 im kommenden Jahr zurückkehren. Bei Protesten gegen das Regime waren im Frühjahr 2011 Dutzende Menschen getötet worden.

WEISSRUSSLAND: Ob die Eishockey-WM 2014 - wie geplant - tatsächlich im Reich des autoritären Präsidenten Alexander Lukaschenko ausgetragen wird, ist noch offen. Nach der Hinrichtung zweier vermeintlicher Attentäter schließt der Eishockey-Weltverband eine Absage nicht aus. Kritiker nennen Lukaschenko Europas letzten Diktator.

ASERBAIDSCHAN: Wenn es um Pressefreiheit und den Kampf gegen Korruption geht, belegt die Kaukasus-Republik weltweit einen der letzten Plätze. Wenige Wochen vor dem Eurovision Song Contest in der Hauptstadt Baku am 26. Mai haben staatliche Schläger wieder einmal kritische Reporter krankenhausreif geprügelt. Weil Oppositionelle unterdrückt und inhaftiert werden, haben EU und USA Sanktionen gegen das Regime verhängt.

Justiz / Bundespräsident / Ukraine
26.04.2012 · 16:10 Uhr
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