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Hintergrund: Griechenland und die marode Wirtschaft

Athen (dpa) - Die griechische Wirtschaft ist noch lange nicht auf dem richtigen Weg. Am Wochenende musste die Regierung in Athen einräumen, was die Spatzen von den Dächern pfiffen: Das vereinbarte Sparziel wird verfehlt.

Statt der angepeilten 7,6 Prozent wird das Haushaltsdefizit für 2011 nun auf 8,5 Prozent geschätzt. Grund ist der massive Konjunktureinbruch: 2010 schrumpfte die Wirtschaft um 4,5 Prozent, für dieses Jahr geht Finanzminister Evangelos Venizelos von einem Rückgang um 5,5 Prozent aus.

Die Arbeitslosigkeit liegt bei über 16 Prozent, Tendenz steigend (nach 11 Prozent 2010). Und die Prognosen sind düster: Das Arbeitsinstitut des größten griechischen Gewerkschaftsverbandes für den Privatsektor (IME-GSEE) befürchtet, dass die Arbeitslosigkeit Ende kommenden Jahres 26 Prozent erreichen könnte.

Der griechische Staat macht trotz harter Sparprogramme weiterhin neue Schulden. Insgesamt sollen sich diese inzwischen auf mindestens 350 Milliarden Euro belaufen. Deshalb kommen weitere harte Einschnitte auf die Griechen zu. So soll es erstmals seit 100 Jahren Entlassungen im staatlichen Bereich geben, 30 000 Staatsangestellte und Beamte soll es treffen.

EU / Finanzen / Griechenland
04.10.2011 · 22:59 Uhr
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