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Hintergrund: Gewaltverbrechen an Kindern

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Hamburg (dpa) - Die neunjährige Corinna ist nur eines von vielen Kindern, die in den vergangenen Jahren Opfer von Gewaltbrechen wurden. Nach Schätzung des Deutschen Kinderschutzbundes kommen «jedes Jahr zwischen 80 und 90 Kinder durch gewaltsame Einwirkungen zu Tode».

Morde an Kindern lösen wie kaum ein anderes Verbrechen heftige Reaktionen aus. Einige Fälle:

Januar 2009: Die Leiche der achtjährigen Kardelen wird am Möhnesee im Sauerland (NRW) entdeckt. Der Täter hatte das Kind missbraucht und erstickt. Am 10. Februar wird ein der Tat verdächtiger Nachbar in der Türkei festgenommen, wo ihm der Prozess gemacht werden soll.

August 2008: In Leipzig verschwindet die achtjährige Michelle nach der Ferienbetreuung. Ihre Leiche wird in einem Teich gefunden. Knapp sieben Monate danach nimmt die Polizei einen 18 Jahre alten Nachbarn unter dringendem Tatverdacht fest. Der Prozess soll in diesem August beginnen.

August 2007: In Königswinter (Nordrhein-Westfalen) verschwindet die 14-jährige Hannah. Am 3. September wird ihre Leiche gefunden. Die Polizei nimmt einen 25-Jährigen fest. Er gesteht, Hannah vergewaltigt und erstochen zu haben. Das Bonner Schwurgericht verurteilt ihn zu lebenslanger Haft.

Februar 2007: Der neunjährige Mitja aus Leipzig wird tot in einer Kleingartenanlage am Rande der Stadt entdeckt. Er wurde missbraucht und erstickt. Der Junge war auf dem Heimweg verschwunden. Videobilder aus einer Straßenbahn zeigen ihn mit seinem Mörder. Dieser wird zu lebenslanger Haft mit Sicherungsverwahrung verurteilt.

Juni 2004: In Metzels (Thüringen) erwürgt und ersticht ein 38 Jahre alter vorbestrafter Kinderschänder die sechsjährige Jessica. Die Kleine war auf dem Heimweg vom Kindergarten. Das Urteil: lebenslange Haft und Sicherungsverwahrung.

März 2003: Die Geschwister Tom (11) und Sonja (9) aus Eschweiler (Nordrhein-Westfalen) kommen nach dem Spielen nicht nach Hause. Tom wird erwürgt auf einem Parkplatz gefunden. Eine Woche später entdecken Spaziergänger in der Eifel Sonjas Leiche. Die beiden Mörder werden zu lebenslanger Haft verurteilt.

Januar 2003: Auf dem Heimweg vom Schulhort in Zerbst (Sachsen- Anhalt) fällt die sechsjährige Malin ihrem Mörder in die Hände. Am nächsten Tag wird sie missbraucht und erwürgt in der Wohnung eines Ex-Sonderschülers aufgefunden. Der 20-Jährige wird zu neun Jahren Haft verurteilt. Außerdem ordnet das Landgericht Dessau seine Unterbringung in der Psychiatrie an.

Chronik / Kriminalität / Kinder
02.08.2009 · 21:46 Uhr
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