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Hintergrund: Gaddafis Milliarden und UN-Sanktionen

Paris (dpa) - Prall gefüllte Konten, Unternehmensbeteiligungen und Immobilien: Der Gaddafi-Clan verfügte bis zum Bürgerkrieg über ein riesiges Vermögen im Ausland.

Allein in Deutschland, Frankreich und den USA wurden nach der Verhängung der UN-Sanktionen mehr als 37 Milliarden Euro eingefroren, auf die der libysche Diktator und sein Umfeld Zugriff hatten. Berlin blockierte einen Betrag von rund 7,3 Milliarden Euro, Paris war mit 7,6 und die US-Regierung mit umgerechnet rund 22,4 Milliarden Euro dabei. «Man kann insgesamt von Dutzenden Milliarden Dollar ausgehen», hieß es kurz vor der Libyen-Konferenz an diesem Donnerstag aus dem französischen Präsidentenpalast.

Genauere Angaben sind bislang unmöglich. Es wir vermutet, dass «befreundete Staaten» des alten Libyen Vermögen unter Verschluss halten. Jüngst aufgetauchte Zahlen geben Hinweise darauf, dass der untergetauchte Muammar al-Gaddafi vor dem Krieg mit den Aufständischen Gelder versteckt haben könnte. So sank die Summe der über französischen Banken geparkten Gelder des libyschen Staates zu Beginn der Unruhen beträchtlich.

Um einen schnellen Wiederaufbau in Libyen zu ermöglichen, sollen die durch Sanktionen eingefrorenen Gelder nun so schnell wie möglich wieder freigegeben werden. Etliche Staaten wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die USA bemühen sich derzeit darum, der Übergangsregierung zumindest Teilbeträge zur Verfügung zu stellen. Eine komplette Freigabe der Gelder verhindern derzeit noch die UN-Sanktionen. Teilzahlungen können aber durch Eilanträge bewilligt werden.

Konflikte / Libyen
03.09.2011 · 21:46 Uhr
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