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Hintergrund: Fusionsprozessdauert noch an

Berlin (dpa) - Auf dem Linke-Parteitag in Rostock sollen mit Ulrich Maurer und Halina Wawzyniak auch zwei Parteibildungsbeauftragte gewählt werden, die die Zusammenführung der west- und ostdeutschen Landesverbände weiter vorantreiben sollen.

Die Linke war 2007 aus der westdeutschen WASG und der ostdeutschen Linkspartei - ehemals PDS - entstanden. Bis heute gibt es deutliche politische, strategische und kulturelle Unterschiede zwischen beiden Teilen der Partei. In den westdeutschen Landesverbände tummeln sich viele Fundamentalisten, die auf Opposition setzen. Die ostdeutsche Linke gilt als deutlich pragmatischer. Sie hat weitaus mehr parlamentarische Erfahrung und ist in Berlin und Brandenburg an den Landesregierungen beteiligt. Mehrere westdeutsche, eher dem Reaoloflügel zuzurechnende Linke-Politiker zogen bei der Bundestwagswahl 2009 über ostdeutsche Landeslisten ein - so entstand das Phänomen der «Wossis».

Wann der Fusionsprozess abgeschlossen sein wird, gilt als offen. Die «Parteibildungsbeauftragten» soll es nur für zwei Jahre geben. Fraktionschef Gregor Gysi meint, dass es auch dann noch eine Weile dauern wird, bis die Zusammenführung von Ost und West abgeschlossen ist. «Wir sind in zwei Jahren deutlich weiter und in vier Jahren - hoffe ich - kann man ihn als abgeschlossen betrachten», sagt er. «Aber die Zeit würde ich uns schon noch geben. Kulturell muss da eine ganze Menge passieren.»

Parteien / Linke / Parteitag
16.05.2010 · 08:35 Uhr
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