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Hintergrund: Fluten soll U-Bahn-Baustellen sichern

Arbeiter befestigen im Bauschacht Stahlträger.Großansicht
Köln (dpa) - Mit dem kontrollierten Fluten einer Kölner U-Bahn-Baustelle soll die Grube bei Rhein-Hochwasser und parallel steigendem Grundwasser stabilisiert werden.

Die Schutzmaßnahme ist nach Meinung von Experten nötig, da in dem Bauschacht am Heumarkt teilweise nur 17 Prozent der stabilisierenden Eisenbügel in die Wände eingebaut worden waren - nach Schlamperei oder Betrug. Daher könnten die Wände und die gesamte Baugrube instabil werden, wenn wachsende Wassermassen zu einem extremen Druck in der rund 26 Meter tiefen Baugrube führen. Die Wände könnten schlimmstenfalls eingedrückt werden, lauten die Befürchtungen. Als Folge könnte sogar angrenzenden Gebäuden der Boden entzogen werden.

Wird die Grube aber geflutet, so erreicht man, dass der Druck von innen und außen gleich ist. Das Fluten wird voraussichtlich 32 Stunden dauern. Dazu werden Pumpen, die sonst Wasser von der Grube fernhalten, so umgestellt, dass sie das Grundwasser in die Baustelle hineinleiten. Das wird unterirdisch und auch unterhalb einer derzeit entstehenden Zwischendecke geschehen, so dass Anwohner in der Kölner Altstadt das Fluten gar nicht sehen können.

Je nach Hochwasser-Entwicklung muss die Grube möglicherweise auch für längere Zeit geflutet bleiben. Das wird den U-Bahn-Bau verzögern und den Kölner Verkehrsbetrieben (KVB) hohe Kosten bescheren. Zahlen wurden dazu bisher nicht genannt. Um die Wände zusätzlich zu verstärken, hat die KVB riesige Stahlplatten unterirdisch anbringen lassen. Auch sie sollen helfen, den Druck von außen durch die steigenden Wassermassen nicht zu hoch werden zu lassen.

Kriminalität / U-Bahn
27.02.2010 · 11:31 Uhr
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