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Hintergrund: Flugzeugschäden durch Aschewolken

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Hamburg (dpa) - Rund 100 Passagierflugzeuge haben in den vergangenen 30 Jahren Wolken aus Vulkanasche durchflogen. Diese Zahl nennt die amtliche US-Erdbebenwarte USGS. In einigen Fällen mussten beschädigte Maschinen ihren planmäßigen Flug abbrechen.

Juni 1982: Die 262 Insassen einer Boeing 747 der British Airways entgehen über Indonesien nach einem Flug durch eine Wolke vom Vulkan Galunggung nur knapp einem Absturz. Innerhalb weniger Minuten fallen, von Asche verstopft, vorrübergehend alle vier Triebwerke aus. Trotz einer klebrigen schwarzen Masse auf Cockpitscheiben und Scheinwerfern gelingt die nächtliche Notlandung in Jakarta.

Juni 1982: Wenige Tage später durchfliegt eine Boeing 747 der Singapore Airlines eine Aschewolke aus dem Galunggung. In diesem Fall kann die Besatzung die ausgefallenen Triebwerke aber schnell wieder in Gang setzen. Die Notlandung in Jakarta verläuft ohne Probleme.

Dezember 1989: Beim Flug durch eine Aschewolke des Vulkans Redoubt im US-Bundesstaat Alaska fallen bei einer Boeing 747 der KLM für wenige Sekunden alle vier Triebwerke aus. Nach der Landung in Anchorage werden Schäden an der Cockpit-Scheibe und der Elektronik festgestellt.

August 2000: Unweit des Narita-Airports bei Tokio durchfliegt eine Boeing 737 eine Aschewolke des rund 200 Kilometer entfernten Vulkans Oyama. Die Maschinen laufen, aber Flugcomputer und elektronische Kontrollen fallen beschädigt aus. Aschepartikel auf dem Fenster behindern die Sicht bei der Landung. Mindestens drei weitere Flugzeuge werden an diesem Tag nahe Narita beim Durchfliegen der Wolke beschädigt.

Vulkane / Luftverkehr / Island
19.04.2010 · 23:05 Uhr
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