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Hintergrund: Flugverbotszone - ein Erfolgsmodell

Berlin (dpa) - Eine Flugverbotszone dient in erster Linie dem Schutz einer in Bedrängnis geratenen Partei in einem Krieg oder Bürgerkrieg.

Erstmals wurde dieses Mittel 1991 im Irak eingesetzt - damals wurde eine vorangegangene UN-Resolution, in der ein besserer Schutz für die kurdische Bevölkerung im Nordirak und für die Schiiten im Süden gefordert wurde, entsprechend ausgelegt und anschließend mit Kampfflugzeugen der USA und Großbritanniens umgesetzt.

Die erste ausdrücklich ausgerufene Flugverbotszone gab es in Bosnien-Herzegowina. Sie wurde vom UN-Sicherheitsrat in der Resolution 781 festgelegt. Aus der ursprünglichen Luftüberwachung vom Herbst 1992 wurde durch weitere Resolutionen im Sommer 1993 die Flugverbotszone, in der allerdings Nato-Flugzeuge Einsätze zur Unterstützung der Friedenstruppen der UN fliegen durften. Die serbischen Militärs trotzten dem Flugverbot mehrfach, ehe Anfang Februar 1994 gleich vier ihrer Jets während eines Angriffs im Norden Bosniens von Nato-Kampfflugzeugen abgeschossen wurden.

Im weiteren Verlauf des Bosnien-Kriegs flogen Nato-Flugzeuge mehrfach Angriffe gegen serbische Stellungen, etwa bei Kämpfen in der Schutzzone um die Hauptstadt Sarajevo. Mehrfach wurden serbische Munitionslager getroffen, auch Panzer, Radar- und Raketenstellungen gerieten ins Visier der Nato-Jets. Am Höhepunkt des Kriegs in Bosnien und in Kroatien erleichterten Nato-Luftschläge gegen serbische Raketenstellungen bei Knin schließlich die Großoffensive der kroatischen Armee gegen die serbisch besetzten Gebiete.

Konflikte / Libyen
20.03.2011 · 00:26 Uhr
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