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Hintergrund: Ex-Tagebaue und Bergbau-Seen

Senftenberg/Nachterstedt (dpa) - Die bundeseigene Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) kümmert sich seit 1994 darum, die in Ostdeutschland nicht privatisierten Braunkohlegebiete wieder nutzbar zu machen.

Dies geschieht im Auftrag des Bundes und der vier ostdeutschen Braunkohleländer Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen und Thüringen. Bis heute ist die Braunkohle aber der wichtigste heimische Energieträger, über den Deutschland noch jahrzehntelang verfügen kann. Die größten Abbaugebiete liegen in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen.

Die LMBV betreut 172 Bergbaufolgeseen mit einer Gesamtfläche von 29 883 Hektar. Durch die Sanierung von gefährdeten Uferböschungen sollen insgesamt 46 Seen mit jeweils mehr als 500 Hektar Fläche für den Tourismus nutzbar gemacht werden.

Während der Kohleförderung wird Grundwasser in den offenen Gruben abgepumpt, die mintunter bis zu 100 Meter tief sind. Durch das Abstellen der Grubenwasserpumpen nach der Beendigung des Bergbaus steigt das Grundwasser in diesen Regionen wieder an, außerdem werden Restlöcher mit Flusswasser geflutet.

Die von der LMBV beauftragten Firmen sichern die Böschungen der ehemaligen Tagebaurestlöcher, damit diese beim Aufsteigen des Wassers nicht abrutschen und Menschen gefährden. Dabei wird schwere Technik eingesetzt, oder es werden Sprengungen im Uferbereich gezündet. Auf diese Weise bildet sich eine Art unterirdischer Damm. Bisher sind nach LMBV-Angaben auf diese Weise etwa 80 Prozent der gefährdeten Uferbereiche gesichert worden. Noch keine dieser Böschungen sei bisher abgerutscht.

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19.07.2009 · 21:58 Uhr
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