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Hintergrund: EU treibt Haiti-Hilfe voran

Behelfsschule in Haiti: Ein Mädchen wartet im Eingang.Großansicht
Brüssel (dpa) - Während die Zahlen der Opfer des Erdbebens in Haiti auf über 200 000 gestiegen ist, treibt die EU ihre Hilfe für das mittelamerikanische Land voran.

Während des EU-Gipfels in Brüssel verwies die EU-Kommission auf die bereits angelaufene Unterstützung für den Karibikstaat und kündigte zugleich neue Maßnahmen an:

GEPLANT - Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton kündigte am Donnerstag eine Militärmission der EU an, die in Haiti beim Bau von Unterkünften helfen soll. Vom Erdbeben am 12. Januar waren rund fünf Millionen Menschen betroffen - noch immer seien von ihnen bis zu 100 000 ohne Bleibe, hieß es. Auch 49 EU-Bürger kamen ums Leben. Zusätzlich zu der Militärhilfe sollen die bereits angekündigten weiteren Hilfsgelder von rund 200 Millionen Euro aus speziellen Entwicklungshilfeprogrammen für den mittel- und langfristigen Wiederaufbau fließen. Nicht eingerechnet sind zusätzliche Zahlungen einzelner EU-Staaten.

Am 22. Februar beschäftigen sich die EU-Außenminister erneut mit Haiti, für den 31. März haben die Vereinten Nationen zu einer Wiederaufbau-Konferenz nach New York eingeladen.

BEREITS GELEISTET - Die EU hat nach eigenen Angaben bislang rund 220 Millionen Euro humanitärer Hilfe gegeben. Sie stammen von 18 der 27 Mitgliedsländer und aus den Töpfen der Kommission. Mehr als 420 Millionen Euro sollen es insgesamt werden. Neben finanzieller Unterstützung wurden Sachhilfe und Experten ins Erdbebengebiet entsandt - unter anderem Zelte für 17 500 Menschen sowie 38 Ärzteteams. Auch rund 260 französische, italienische und spanische Polizisten sind am Ort - weitere 60 halten die Niederlande bereit.

KRITISIERT worden war die EU, weil sie sich aus Sicht einiger Beobachter schneller und stärker für die Haitianer hätte einsetzen können. So geriet die neue Außenbeauftragte Ashton in die Kritik, weil sie nicht selbst auf die Insel Hispaniola reiste. Sie sagte, sie habe bewusst darauf verzichtet, weil es nicht geholfen hätte. Stattdessen war Entwicklungshilfekommissar Karel De Gucht nach Haiti geflogen.

EU / Gipfel / Erdbeben / Haiti
11.02.2010 · 23:09 Uhr
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