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Hintergrund: Entwicklungshilfe und ODA-Quote

Hamburg (dpa) - Die Industriestaaten unterstützen arme Länder jährlich mit Milliarden US-Dollar. Welche Gelder, Waren und Dienstleistungen als staatliche Entwicklungshilfe (Official Development Assistance, ODA) gelten, ist genau definiert.

Nach den Richtlinien der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD muss die Hilfe unter anderem ein Zuschusselement von 25 Prozent enthalten. So muss der Empfänger eines ODA-Kredites im Vergleich zu einem kommerziellen Angebot mindestens 25 Prozent der Zins- und Tilgungszahlungen sparen. Hauptziel der ODA ist die Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung.

Um den Aufwand der Staaten miteinander vergleichen zu können, gibt es die sogenannte ODA-Quote. Sie gibt den Anteil der Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit am Bruttonationalprodukt an. Als jährliche Ziel-Quote haben die Vereinten Nationen mindestens 0,7 Prozent festgelegt. Nach OECD-Angaben haben das im vergangenen Jahr fünf Länder geschafft: Dänemark, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen und Schweden. Gemessen am Gesamtvolumen waren die USA, Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Japan die größten Geber. Die deutschen ODA-Aufwendungen beliefen sich 2008 auf 13,9 Milliarden Dollar. Die Quote lag bei 0,38 Prozent. Damit lag Deutschland auf Rang 14 unter den 22 Geberländern. Bis 2010 will die Bundesregierung die Quote auf 0,51 Prozent erhöhen.          

G8 / Gipfel
10.07.2009 · 22:58 Uhr
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