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Hintergrund: Endlager für Atommüll

Hannover (dpa) - Trotz jahrzehntelanger strittiger Diskussionen gibt es noch keine Entscheidung über den Standort für ein Endlager für hoch radioaktiven Atommüll in Deutschland. Der Bund hat sich verpflichtet, ein solches Lager bis 2030 zu schaffen, damit der strahlende Müll auf Jahrhunderte hinaus sicher gelagert werden kann.

Bisher wurde lediglich der Salzstock Gorleben als möglicher Standort erkundet. Als die damalige rot-grüne Bundesregierung im Jahr 2000 den Ausstieg aus der Atomenergie vereinbarte, unterbrach sie auch die Arbeiten dort. Seitdem tobt ein heftiger Streit darum, ob auch andere Standorte erkundet werden sollen, konkrete Orte sind aber bisher nicht im Gespräch.

Kritiker fürchten seit Jahren, dass der gefährliche Müll im Salzstock Gorleben nicht sicher genug lagert. Sie sehen sich durch die Pannen im Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel bestätigt. Dort sickert Wasser ein, die Stabilität ist gefährdet. Jahrelang trat radioaktiv verseuchte Lauge aus einer Kammer mit gelagerten Atommüll aus. Grenzwerte wurden zum Teil um das Achtfache überschritten. In der Asse ist schwach- und mittelradioaktiver Müll gelagert.

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15.07.2009 · 11:58 Uhr
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