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Hintergrund: Die Werkzeuge der Spione

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Stuttgart (dpa) - Die Wirklichkeit hat Hollywood längst eingeholt: Spionagehilfsmittel sind heutzutage kleiner als je zuvor. «Kleinkameras mit Speicher haben in den letzten ein bis zwei Jahren alles revolutioniert», sagte Frank Yazdani, Inhaber des nach eigenen Angaben einzigen deutschen Spionladens.

«Die können inklusive Tonaufzeichnung in Armbanduhren eingebaut werden - das war früher undenkbar.» In Yazdanis Stuttgarter Geschäft gibt es zum Beispiel auch eine Kamera, die aus dem Sprühloch eines Deodorants filmt.

Der 45-Jährige verkauft auch andere Technikspielereien wie GPS- Ortungssysteme, die an Autos befestigt werden können, oder Handysoftware, die, einmal auf einem fremden Gerät installiert, das Abhören aller Gespräche ermöglicht. Über den Grund ihres Besuchs schweigen viele Kunden von Yazdani. «Ob das jetzt eine Privatperson ist oder eine, die auch im Spionbereich tätig ist, das weiß ich nicht», sagte er. «Die würden sich nie outen bei mir.»

Auch viele Firmen kaufen bei ihm ein. Chefs, die vermuten, dass ihre Mitarbeiter klauen, können zum Beispiel ein unsichtbares Puder kaufen, das auf das Geld gestreut wird und die Haut dann grün färbt. Das Geschäft läuft gut: «Viele fahren bei mir seit Jahren vorbei und denken: "Niemals brauche ich eine solche Firma". Aber irgendwann kommen alle mal vorbei», sagt Yazdani.

Spionage / Justiz / Buntes / Russland / USA
10.07.2010 · 10:04 Uhr
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