Günstigster Preis für Klammlose auf www.4lose.de Paypal
 
News
 

Hintergrund: Die Wahl in Afghanistan

Wahlurnen in KabulGroßansicht
Hamburg (dpa) - Die Präsidentenwahl in Afghanistan am 20. August fand unter äußerst schwierigen Rahmenbedingungen statt. Größte Herausforderung war die schlechte Sicherheitslage. Die radikalislamischen Taliban hatten zum Wahlboykott aufgerufen und ihre Anschläge und Angriffe verschärft.

Dazu kamen eine schwache und teilweise zerstörte Infrastruktur, eine hohe Analphabetenrate und zahlreiche unwegsame Regionen. Manche Wahllokale mussten mit Hilfe von Eseln mit Materialien beliefert werden. Der Einsatz der in- und ausländischen Wahlbeobachtern war schwierig. In gefährlichen Gegenden konnten sie nur sehr begrenzt eingesetzt werden.

Obwohl rund 300 000 Sicherheitskräfte im Einsatz waren, wurden am Wahltag so viele Anschläge und Angriffe verübt wie nie zuvor seit dem Sturz der Taliban Ende 2001. Zahlreiche Menschen kamen ums Leben. Schnell wurden auch Manipulationsvorwürfe laut. Am 16. September teilte die Unabhängige Wahlkommission (IEC) mit, nach dem vorläufigen Endergebnis habe Amtsinhaber Hamid Karsai schon im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreicht.

Die EU-Wahlbeobachtermission erklärte allerdings, rund ein Viertel der Stimmen sei gefälscht oder zumindest verdächtig. Die Betrugsvorwürfe wurden zu einem internationalen Politikum. Nach offiziellen Angaben wählten knapp sechs Millionen Afghanen. Experten gehen allerdings von deutlich weniger «echten Stimmen» aus.

Wahlen / Afghanistan
02.11.2009 · 16:35 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
18.01.2017(Heute)
17.01.2017(Gestern)
16.01.2017(Mo)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen