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Hintergrund: Die Wackelkandidaten der Eurozone

Brüssel (dpa) - Fünf Euro-Staaten brauchen bereits internationale Finanzhilfe. Die Notkredite stammen bisher aus dem Euro-Rettungsschirm EFSF und vom Internationalen Währungsfonds (IWF). Italien gilt als weiterer Problemfall. Ein Überblick:

GRIECHENLAND: Die Summe der Hilfspakete von 2010 und 2012 beläuft sich auf zusammen 240 Milliarden Euro. Hinzu kommt ein Schuldenschnitt von 105 Milliarden Euro. Im August braucht das Land die nächste milliardenschwere Kreditrate - sonst ist es pleite. Die Wirtschaft ist in der Rezession, die Sparbemühungen kommen nur langsam voran.

PORTUGAL: Die Kreditzusagen für das Land liegen bei 78 Milliarden Euro. Zwar geht die Sanierung der Finanzen voran. Doch viele Ökonomen erwarten ein zweites Hilfspaket und eine Umschuldung.

IRLAND: Das Hilfspaket für Dublin ist 85 Milliarden Euro schwer. Derzeit steht das Land weniger stark unter Druck. Ein zweites Rettungspaket ist aber laut Experten nicht ausgeschlossen.

SPANIEN: Das Land soll bis zu 100 Milliarden Euro an Notkrediten für seinen maroden Bankensektor erhalten. Die Zahlungsfähigkeit vieler Geldhäuser wurde deutlich herabgestuft. Madrid zahlt zudem Rekordzinsen für die Aufnahme neuer Kredite.

ZYPERN: Das Land hat einen Antrag auf Finanzhilfen gestellt, die Höhe ist aber noch unklar. Zyprische Medien gehen von bis zu 10 Milliarden Euro aus.

ITALIEN: Das Land gerät immer mehr unter den Druck der Finanzmärkte. Rom zahlt derzeit hohe Zinsen für neue Kredite. Die Bank Monte dei Paschi - die drittgrößte Bank Italiens - braucht außerdem bis zu 2 Milliarden Euro vom Staat.

EU / Gipfel
27.06.2012 · 21:29 Uhr
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