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Hintergrund: Die Urananreicherung

Präsident bei einem Besuch in einer Anlage zur Urananreicherung in Natans. (Archivbild)Großansicht
Hamburg (dpa) - Uran ist der Ausgangsstoff für Kernenergie. Bevor jedoch aus Uran Energie erzeugt werden kann, sind technisch anspruchsvolle Arbeitsschritte notwendig.

Das in der Natur vorkommende Uran enthält nur zu etwa 0,7 Prozent das spaltbare und damit für die Kernenergie verwertbare Isotop Uran-235. Der Rest ist das nicht spaltbare Uran-238. Der natürliche Anteil an Uran-235 reicht für Energiezwecke bei weitem nicht aus.

Daher wird die Konzentration auf drei bis fünf Prozent erhöht. Meist mit Hilfe von Gaszentrifugen wird aus Natururan ein angereicherter und ein abgereicherter Teil hergestellt. Dieser Vorgang wird als Urananreicherung bezeichnet.

Die Anreicherung auf 3,5 Prozent für den Einsatz in Kernkraftwerken kann der Iran inzwischen selbst bewerkstelligen. Für den Einsatz in medizinischen Reaktoren - etwa für die Krebstherapie - wird ein Anreicherungsgrad von 20 Prozent benötigt. Uran gilt dann bereits als hochangereichert.

Es wird befürchtet, dass der Iran in einer weiteren Stufe Uran noch höher anreichern könnte, um schließlich die Fähigkeit zum Bau von Atombomben zu erlangen. Für Atomwaffen ist ein Anreicherungsgrad von mindestens 85 Prozent erforderlich. Deshalb will die Weltgemeinschaft auch die niedrigere Anreicherung nicht im Iran selbst zulassen, sondern im Ausland aufbereitetes Uran liefern.

Atom / Konflikte / Iran
07.02.2010 · 21:50 Uhr
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