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Hintergrund: Die Ukraine ist stark von Russland abhängig

2009 hatte ein «Gaskrieg» zwischen der Ukraine und Russland zu wochenlangen Lieferengpässen auch in der EU geführt. Foto: Maxim ShipenkovGroßansicht

Kiew (dpa) - Die frühere Sowjetrepublik Ukraine ist sehr stark vom Nachbarland Russland abhängig. So ist Russland der wichtigste Absatzmarkt für ukrainische Produkte: Etwa ein Viertel der Exporte gehen dorthin, vor allem Maschinen und Lebensmittel.

Immer wieder droht der Kreml mit Handelsblockaden oder der Einführung von Visa und Zöllen. Erdöl fließt zudem in großen Mengen aus Russland. Banken aus dem Riesenreich sind Hauptkreditgeber.

Gas ist ein zentraler Bestandteil in den Beziehungen zwischen Kiew und Moskau. Ohne den Transit des russisches Rohstoffs nach Westen wäre das ukrainische Gastransportsystem nicht aufrechtzuerhalten. Der Kiewer Staatskonzern Naftogas hat beim russischen Monopolisten Gazprom Schulden in Milliardenhöhe.

2009 hatte ein «Gaskrieg» zu wochenlangen Lieferengpässen auch in der EU geführt. Weil sie angeblich für die Ukraine nachteilige Gasverträge mit Russland ausgehandelt hatte, wurde die Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko zu sieben Jahren Haft wegen Amtsmissbrauchs verurteilt.

Auch militärisch spielt Russland auch mehr als 20 Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion eine wichtige Rolle in der Ukraine. Auf der Schwarzmeerhalbinsel Krim betreibt die russische Marine einen wichtigen Flottenstützpunkt.

EU / Demonstrationen / Ukraine
03.12.2013 · 15:52 Uhr
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