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Hintergrund: Die türkische Provinz Van

Berlin (dpa) - Die türkische Provinz Van im gebirgigen Ost-Anatolien ist mit rund 19 000 Quadratkilometern etwa so groß wie das Bundesland Sachsen. Das überwiegend landwirtschaftlich geprägte Gebiet zwischen dem Van-See und der iranischen Grenze hat etwa eine Million Einwohner.

Die meisten Orte liegen auf einer Höhe von mehr als 1700 Metern. Die Region ist stark erdbebengefährdet. Vor den verheerenden Erdstößen am Wochenende erschütterte im November 1976 ein schweres Beben die Provinz. Damals starben fast 4000 Menschen.

Politisches und wirtschaftliches Zentrum ist die Provinzhauptstadt Van mit mehr als 350 000 Einwohnern. Der im Ersten Weltkrieg weitgehend zerstörte Ort liegt an der Stelle des historischen Tuschpa, das vom neunten vorchristlichen Jahrhundert an die Hauptstadt des Königreiches Urartu war. An diese Zeit erinnern die Ruinen einer urartäischen Königsburg («Felsenschloss der Semiramis») über der Stadt sowie viele archäologische Funde im Museum von Van.

Erdbeben / Türkei
24.10.2011 · 20:27 Uhr
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