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Hintergrund: Die Spielorte

Greenpoint-StadionGroßansicht
Kapstadt (dpa) - Die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika wird in neun Städten ausgetragen. Die meisten Partien finden in der Metropole Johannesburg statt. Auch der Regierungssitz Pretoria und die Küstenstädte Kapstadt, Durban und Port Elizabeth sind Spielorte der ersten Fußball-WM auf afrikanischem Boden.

Bloemfontein: In 1400 Meter Höhe liegt Bloemfontein auf dem Free State Plateau im Herzen Südafrikas. Umgeben wird die 850 000 Einwohner zählende Stadt von einer Gras- und Hügellandschaft. Wichtigste Wirtschaftsfaktoren sind der Handel- und Finanzsektor sowie das Transportwesen. In trockenen Wintern von Mai bis August liegen die Tages-Temperaturen um 17 Grad Celcius, in den Nächten sind aber auch Minusgrade möglich. - Bloemfontein: - Free-State-Stadion (Umbau: 48 000) - Sechs Spiele: Fünf Vorrunde, Achtelfinale

Durban: Die Millionen-Metropole in der Provinz KwaZulu-Natal liegt direkt am Indischen Ozean. Eine natürliche Lagune bildet den Hafen. Wichtige Wirtschaftszweige sind Transport- und Verkehrsindustrie, Tourismus und Landwirtschaft. Eine Hügelkette umgibt die Ausläufer der Stadt. Das Klima wird von milden und sonnigen Wintern sowie heißen und feuchten Sommern bestimmt. Der Verein Golden Arrows ist einer der prominenten Fußball-Clubs der Stadt. - Durban: - Moses Mabidha-Stadion (Neubau: 70 000) - Sieben Spiele: Fünf Vorrunde, Achtelfinale, Halbfinale

Johannesburg: Die Metropole auf 1785 Metern Höhe ist das Finanz- und Handelszentrum Südafrikas. Etwa zwölf Prozent des Bruttoinlandsproduktes werden hier erwirtschaftet. 1886 wurde die Stadt als Goldgräber-Ort gegründet, mittlerweile leben 3,2 Millionen Menschen in Johannesburg. Während der politischen Unruhen der Apartheid war die Stadt mit dem Township Soweto ein Zentrum des Widerstands gegen das Regime. - Johannesburg: - Soccer-City-Stadion (Umbau: 94 700 Zuschauer) - Acht Spiele: Fünf Vorrunde, Achtelfinale, Viertelfinale, Finale und - Ellis-Park (Umbau: 60 000) - Sieben Spiele: Fünf Vorrunde, Achtelfinale, Viertelfinale

Kapstadt: Die Stadt ist Touristenmagnet und pulsierendes Herz der Kap-Region. 1,3 Millionen Menschen leben unterhalb des weltberühmten Tafelberges. Im Sommer ist das Klima mit Temperaturen knapp unter 30 Grad angenehm. Im Winter können Regenfälle und starke Winde die Laune trüben. Wichtigste Wirtschaftszweige sind Tourismus, Landwirtschaft und verarbeitende Industrie. Auf der vorgelagerten Insel Robben Island verbrachte Freiheitskämpfer Nelson Mandela viele Jahre seiner Gefangenschaft. - Kapstadt: - Greenpoint-Stadion (Neubau: 70 000) - Acht Spiele: Fünf Vorrunde, Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale

Nelspruit: Am Rande des weltberühmten Krüger-Nationalparks gelegen, ist Nelspruit Ausgangsstation für zahlreiche Großwild-Safaris. Nelsspruit ist die Hauptstadt der Provinz Mpumalanga. Mpumalanga ist SiSwati, einer der offiziellen Sprachen, und heißt: «Der Ort, an dem die Sonne aufgeht». Nelspruit ist nach der Familie Nel benannt, die die Gegend zu Anfang des 20. Jahrhunderts besiedelte. Die Mpumalanga Black Aces sind heute der einzige Profi-Club der Provinz. - Nelspruit: - Mbombela-Stadion (Neubau: 46 000) - Vier Spiele: Vier Vorrunde

Polokawane: Polokwane heißt «Der sichere Ort». In der Provinz Limpopo 1310 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, bestimmen Bergbau und Landwirtschaft den Ort mit etwa 500 000 Einwohnern. Umgeben wird die Stadt - nur 60 Kilometer südlich des südlichen Wendekreises - von Grasebenen und Granitfelsen, die von den Einheimischen «Koppies» genannt werden. Bereits vor 2000 Jahren siedelten sich die Mapungubwe in der Region an. In der Umgebung werden heute zahlreiche Geländetouren in die Wildparks angeboten. - Polokwane: - Peter-Mokaba-Stadion (Umbau: 45 000) - Vier Spiele: Vier Vorrunde

Port Elizabeth: An der Algoa Bay gelegen ist Port Elizabeth Zentrum der südafrikanischen Autoindustrie. Die Stadt trägt auch den Namen des wohl berühmtesten Südafrikaners: Nelson Mandela Bay. Schöne Strände prägen das Umland. Im Zentrum stechen Bauten wie das Opernhaus im viktorianischen Stil hervor. Ursprünglich lebten in der Region am Ost-Kap die Jäger- und Sammler-Völker der Khoi und San. 1820 trafen englische Siedler im Gebiet von Port Elizabeth ein. - Port Elizabeth: - Nelson-Mandela-Bay-Stadion (Neubau: 46 000) - Acht Spiele: Fünf Vorrunde, Achtelfinale, Viertelfinale, Spiel um Platz 3

Pretoria: 1855 wurde Pretoria erste Hauptstadt der Zuid-Afrikaanche Republiek (ZAR), einem von niederländischen Siedlern beanspruchten Territorium. Noch heute ist die auf 2,2 Millionen Einwohner angewachsene Stadt Regierungs- und Verwaltungssitz und Teil bewegter südafrikanischer Geschichte. Hier wurde Nelson Mandela verurteilt und 1994, gut drei Jahrzehnte später, als Präsident vereidigt. Pretoria ist bekannt für seine Museen, Denkmäler und historischen Gebäude. - Pretoria: - Loftus-Versfeld-Stadion (Umbau: 55 000) - Sechs Spiele: Fünf Vorrunde, Achtelfinale

Rustenburg: 30 Kilometer vom Touristenmagneten Sun City mit seinem spektakulären «Palace of the Lost City» entfernt erblüht das 400 000 Einwohner zählende Rustenburg immer mehr. In einer Region reich an Bodenschätzen gelegen wird sie auch die Platin-Hauptstadt der Welt genannt. Im Gegensatz zum gut 100 Kilometer südlich gelegenen Johannesburg ist es hier immer knapp fünf Grad wärmer. - Rustenburg: - Royal-Bafokeng-Stadion (Umbau: 42 000) - Sechs Spiele: Fünf Vorrunde, Achtelfinale

Fußball / WM / Spielorte
04.12.2009 · 22:46 Uhr
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