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Hintergrund: Die russische Sonderpolizei OMON

Gefürchtet und berüchtigt: Die auf Antiterroreinsätze spezialisierte Sonderpolizei OMON im Einsatz. Foto: Yuri Kochetkov/ ArchivGroßansicht

Moskau (dpa) - Die gefürchtete russische Sonderpolizei OMON ist bei vielen Großeinsätzen gegenwärtig. Die Abkürzung steht für mobile Kampftruppe für Sonderaufgaben. Die Truppen unterstehen dem Innenministerium und gelten als Eliteeinheiten, die vor allem gegen Terroristen und Extremisten kämpfen.

Die Polizisten in den blau-weiß-grau gemusterten Kampfuniformen dienen bei Demonstrationen von Regierungsgegnern - wie am Samstag - auch als Drohkulisse.

Immer wieder haben die Männer bei Protesten zugeschlagen und Demonstranten mitunter schwer verletzt. Menschenrechtler und Regierungsgegner kritisieren, dass die praktisch völlig autark arbeitenden Einheiten mit einem großen eigenen Hauptquartier in Moskau für Fehlgriffe kaum belangt werden.

Auch bei Massenunruhen, Ausschreitungen von Fußballfans und bei der Bekämpfung Schwerkrimineller ist die 1987 gegründete Truppe mit schwerer Technik an vorderster Front dabei. Die OMON-Einheiten wurden immer wieder auch zu den verlustreichen Kampfeinsätzen im früheren Kriegsgebiet Tschetschenien im Nordkaukasus entsandt.

Russland
24.12.2011 · 12:04 Uhr
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