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Hintergrund: Die Rohstoff- und Atommacht Russland

Moskau (dpa) - Russland gilt nicht nur als wichtigster Öl- und Gasproduzent der Welt. Das Land hat mit etwa 500 Milliarden US-Dollar (rund 375 Milliarden Euro) auch die drittgrößten Währungsreserven.

Zudem erwartet die Regierung in Moskau in den kommenden Jahren ein Wirtschaftswachstum von je vier bis fünf Prozent. Doch auf dem größten Land der Erde mit 142 Millionen Einwohnern lasten Probleme.

Investoren klagen über Justizwillkür, Korruption und zentralistische Machtstrukturen. Mit den Rohstoffpreisen steht und fällt die Wirtschaft. Viele Industriebereiche leiden unter maroder Infrastruktur aus Sowjetzeiten und gelten als rückständig. Dadurch sind die Produktionskosten oft immens. Mit dem bevorstehenden Beitritt zur Welthandelsorganisation WTO fallen - nach einer Übergangsfrist - viele Importzölle weg. Dann hätten russische Waren gegen günstige westliche Produkte kaum eine Chance, sagen Experten.

Auch das Militär der größten Atommacht hinter den USA gilt als rückständig. Allerdings sei Russland den USA bei der Modernisierung des Atomwaffen-Arsenals voraus, behauptet Regierungschef Wladimir Putin, der nach der Präsidentenwahl wieder in den Kreml einziehen will. Einer der heikelsten Punkte ist das geplante US-Raketenabwehrsystem in Europa, die der Kreml als Bedrohung betrachtet. Als Antwort droht Moskau die Stationierung von Raketen in der Ostsee-Exklave Kaliningrad rund um das frühere Königsberg an.

Wahlen / Präsident / Russland
04.03.2012 · 21:47 Uhr
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