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Hintergrund: Die Opfer der Neonazi-Terrorzelle

Glasscherben liegen am 09.06.2004 vor einem durch eine Explosion zerstörten Haus in Köln. Auch dieser Anschlag, bei dem vor sieben Jahren eine Nagelbombe explodierte, wird der Zwickauer Neonazi-Zelle zugerechnet. Foto: TürkiyeGroßansicht

Berlin (dpa) - Der Zwickauer Neonazi-Terrorzelle werden neun Morde an Kleinunternehmern türkischer und griechischer Herkunft sowie an einer Polizistin zur Last gelegt.

Für die Familien besonders schmerzlich: Vor den Ermittlungen im Zusammenhang mit Fremdenhass galten die ermordeten Männer häufig als Opfer der Mafia oder privater Konflikte.

Theodoros Boulgarides: Der Mitinhaber eines Schlüsseldienstes wird am 15. Juni 2005 in seinem Münchner Geschäft erschossen.

Habil Kilic: Der Obst- und Gemüsehändler wird am 29. August 2001 in seinem Münchner Geschäft erschossen.

Michèle Kiesewetter: Die junge Polizistin wird am 25. April 2007 in Heilbronn während ihres Streifendienstes mit Kopfschüssen getötet. Ihr Kollege wird lebensgefährlich verletzt.

Mehmet Kubasik: Der Kioskbesitzer wird am 4. April 2006 in seinem Laden in Dortmund erschossen.

Abdurrahim Özüdogru: Der Änderungsschneider wird am 13. Juni 2001 in seinem Nürnberger Laden erschossen.

Enver Simsek: Auf den Blumenhändler wird am 9. September 2000 in Nürnberg geschossen. Er stirbt später im Krankenhaus.

Süleyman Tasköprü: Der junge Gemüsehändler wird am 27. Juni 2001 in Hamburg im Laden seines Vaters ermordet.

Mehmet Turgut: Der Dönerverkäufer wird am 25. Februar 2004 an einem Dönerstand in Rostock getötet.

Ismail Yasar: Der Dönerbudenbesitzer wird am 9. Juni 2005 in seinem Laden in Nürnberg erschossen.

Halit Yozgat: Der junge Betreiber eines Internetcafés wird am 6. April 2006 in seinem Laden in Kassel ermordet.

Extremismus / Kriminalität
24.02.2012 · 12:34 Uhr
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