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Hintergrund: Die Oderdeiche

Potsdam (dpa) - Nach dem verheerenden Hochwasser von 1997 sind in Brandenburg rund 90 Prozent der Oderdeiche saniert worden. Bis Ende 2009 hat die Landesregierung rund 218 Millionen Euro in die Deichsanierung gesteckt.

Insgesamt erstrecken sich rund 170 Kilometer Oderdeiche im Land. Einige empfindliche Punkte gibt es noch - wie etwa zwei jeweils rund fünf Kilometer lange Abschnitte im Landkreis Oder-Spree. Die beiden Stellen in der Neuzeller Niederung sowie zwischen Gartz und Friedrichsthal sind noch so, wie sie 1950/60 gebaut wurden.

Derzeit ist entscheidend, wie lange das Hochwasser noch bleibt. Die Deiche an der Oder sind nicht kompakt aus Beton oder Stein gebaut, sondern bestehen überwiegend aus Erde und verschiedenen Baustoffen. Je länger das Wasser hoch am Deich steht, desto wahrscheinlicher werden Einbrüche und Sickerstellen.

Im schlimmsten Fall saugt sich ein Wall in der Folge wie ein Schwamm voll, bricht weg und löst sich im Wasser auf. Jeder noch so kleine Schaden wird deshalb von den Deichläufern, die derzeit rund um die Uhr im Einsatz sind, gemeldet. Helfer bessern die Stelle dann sofort aus.

Unwetter / Hochwasser
27.05.2010 · 21:50 Uhr
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