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Hintergrund: Die Knackpunkte im Kita-Konflikt

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Berlin (dpa) - Beim Tarifkonflikt an kommunalen Kindertagesstätten geht es hauptsächlich um zwei Streitthemen: einen besseren Gesundheitsschutz und deutliche Einkommenserhöhungen im Sozial- und Erziehungsdienst.

Die Knackpunkte der Verhandlungen:

GESUNDHEITSSCHUTZ: Die Gewerkschaften ver.di und GEW fordern wegen der gestiegenen Belastungen einen besseren Gesundheitsschutz für Erzieherinnen. Dabei geht es etwa um Lärmschutz, Rücken schonendes Mobiliar oder kleinere Gruppen. Die Gewerkschaften wollen einen Anspruch der Beschäftigten durchsetzen, dass jährlich die Gefährdung an ihrem Arbeitsplatz ermittelt wird. Wenn im Betrieb keine Einigung über die notwendigen Verbesserungen erreicht wird, soll eine Kommission zur Klärung eingesetzt werden. Die Arbeitgeber haben arbeitsplatzbezogene Gefährdungsanalysen und die Möglichkeit betrieblicher Kommissionen angeboten. Den Gewerkschaften gehen diese Kann-Bestimmungen nicht weit genug.

BEZAHLUNG: Seit 1991 ist die Eingruppierung in sozialen Berufen und im Erziehungsdienst unverändert. Bei den Städten und Gemeinden angestellte Erzieherinnen verdienen derzeit in der Regel zwischen 2130 Euro und 2475 Euro brutto in Vollzeit. Die Gewerkschaften fordern eine völlig neue Entgeltordnung, in der Erzieherinnen in die Gruppe 9 oder 10 kommen statt wie bisher in die Gruppen 6 bis 8. Dies macht laut ver.di je nach Gehaltsstufe 200 bis 1000 Euro mehr aus. Damit soll der Beruf attraktiver werden. Die Arbeitgeber haben eine höhere Eingruppierung von neu eingestellten Erzieherinnen angeboten, was zu einer Entgeltsteigerung von bis zu 220 Euro monatlich führen kann.

Chronik / Tarife / Kommunen / Kindergärten
26.07.2009 · 21:19 Uhr
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