News
 

Hintergrund: Die "kleinen" Parteitagsthemen

Karlsruhe (dpa) - Eine Volkspartei wie die CDU beschäftigt sich nicht nur mit schwergewichtigen Themen wie Bundeswehrreform und Präimplantationsdiagnostik. Auch die kleinen Dinge des Lebens wie Laserpointer wollen beachtet sein. Und manchmal sind auch Entscheidungen in eigener Sache gefragt.

«Keine Bundesparteitage im Advent» lautete etwa eine Forderung der Jungen Union. Sie wurde auf dem Parteitag in Karlsruhe unter Gelächter an Generalsekretär Hermann Gröhe weitergeleitet - «als Arbeitsauftrag».

Generationsübergreifende Einigkeit herrschte beim Willen, den früheren langjährigen Vorsitzenden Helmut Kohl zu ehren. Im Gleichschritt schlugen Junge Union und Senioren-Union eine Sonderbriefmarke als Anerkennung für die politische Lebensleistung des Kanzlers der Einheit vor. Die Entscheidung liegt jetzt beim Bundesfinanzministerium.

Die Senioren-Union will auch die Parteistatuten modernisieren. In ihrem Vorschlag heißt es unter anderem: «Die CDU sucht Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern direkt, per Brief, per Telefon und per Internet. Die Dialogpartei steht gegen die Partei der Nichtwähler.» Mit diesen «Karlsruhe Thesen» soll sich der Bundesvorstand beschäftigen.

Auf fruchtbaren Boden fielen Anregungen, dass alle Bürger einen schnellen Zugang zum Internet erhalten und in Behördenmitteilungen künftig weniger Fremdworte verwendet werden sollen. Die Forderung nach einer täglichen Sportstunde in Kindergärten und Schulen reichten die Delegierten an die CDU-Fraktionen der Länder weiter, die in der Bildungspolitik das letzte Wort haben. Keine Chance wurden dagegen dem Begehren der Senioren-Union eingeräumt, Laserpointer wie Waffen zu behandeln.

Parteien / CDU / Parteitag
16.11.2010 · 21:24 Uhr
[4 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

News-Suche

 

News-Archiv

 
Diese Woche
24.07.2017(Heute)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen