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Hintergrund: Die Kathedrale in Reims

Am 8. Juli 1962 zogen Präsident de Gaulle und Bundeskanzler Adenauer mit ihrer Teilnahme an einem Versöhnungsgottesdienst in der Kathedrale von Reims einen symbolischen Schlussstrich unter die kriegerische Vergangenheit. Foto: Ville de Reims / Jacques DriGroßansicht

Berlin (dpa) - Die gotische Kathedrale im nordostfranzösischen Reims wurde als eines der ersten Bauwerke in die Unesco-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Bis auf die reich verzierte Westfassade wurde die dreischiffige Basilika «Notre-Dame de Reims» bereits im 14. Jahrhundert fertiggestellt.

Jährlich bestaunen rund eine Million Besucher das Gotteshaus. Die Kathedrale gilt als Nationalheiligtum, jahrhundertelang wurden hier fast alle Könige Frankreichs gekrönt.

Ereignisse der jüngeren Geschichte machten die Kirche auch zum Symbol für deutsch-französische «Erbfeindschaft» und Aussöhnung. Im Ersten Weltkrieg wurden große Teile von Reims durch deutsche Artilleriegeschosse und Luftangriffe zerstört, auch die Kathedrale wurde schwer beschädigt. Viele der rund 2300 Skulpturen und der hölzerne Dachstuhl aus dem 15. Jahrhundert wurden vernichtet. In der «Märtyrerstadt» endete für Frankreich der Zweite Weltkrieg, als dort am 7. Mai 1945 die Kapitulation der deutschen Wehrmacht unterzeichnet wurde.

Am 8. Juli 1962 zogen Präsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) mit ihrer Teilnahme an einem Versöhnungsgottesdienst in der Kathedrale von Reims einen symbolischen Schlussstrich unter die kriegerische Vergangenheit.

Geschichte / Frankreich / Deutschland
08.07.2012 · 13:59 Uhr
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