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Hintergrund: Die Grenze zwischen Nord- und Südkorea

Berlin (dpa) - Auf der koreanischen Halbinsel stehen sich am 38. Breitengrad mehrere hunderttausend verfeindete Soldaten gegenüber.

Die massiv gesicherte Waffenstillstandslinie teilt dort den kommunistischen Norden vom westlich orientierten Süden. Nach dem Koreakrieg vor mehr als einen halben Jahrhundert hat es nie einen Friedensvertrag gegeben.

1953 wurde quer durch Korea eine rund 240 Kilometer lange und vier Kilometer breite «Entmilitarisierte Zone» (DMZ) geschaffen. Im Grenzdorf Panmunjom mit einer «Gemeinsamen Sicherheitszone» (JSA) gibt es Gespräche zwischen den verfeindeten Seiten in Gebäuden mit je einer Tür nach Norden und einer nach Süden. Mitten durch die Häuser verläuft faktisch die Grenze.    

An der Westküste beider Staaten im Gelben Meer schließt sich am 38. Breitengrad eine rund 200 Kilometer lange Seegrenze an. Ein Kommandant der UN-Truppen legte 1953 diese «Northern Limit Line» einseitig fest. Nordkorea hat die vier Kilometer breite Grenzzone nie anerkannt. Das Regime in Pjöngjang kritisiert, dass dadurch einige Inseln vor seiner Küste an Südkorea fallen und legte 1999 eine weiter südlich verlaufende Seegrenze fest.

Konflikte / Südkorea / Nordkorea
23.11.2010 · 22:14 Uhr
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