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Hintergrund: Die Eckpunkte des neuen Rentenpakets

Berlin (dpa) - Auf gerade mal 23 Seiten hat Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) ihr erstes Großprojekt niedergeschrieben: Den Entwurf für das vierteilige Rentenpaket. Ein Überblick über die Eckpunkte:

- Abschlagfreie Rente ab 63: Wer mindestens 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt hat, soll schon mit 63 Jahren ohne Abschlag in Rente gehen können. Begünstigt sind Angehörige der Geburtsjahrgänge bis 1952. Für danach Geborene mit besonders langen Beitragszeiten erhöht sich das abschlagfreie Renten-Zugangsalter stufenweise auf 65 Jahre. Ab dem Geburtsjahrgang 1963 gilt dann nur noch diese Marke. Phasen kurzzeitiger Arbeitslosigkeit werden in dem Konzept mit angerechnet, ebenso Zeiten der Kindererziehung, der Pflege von Familienangehörigen oder Zeiten mit Bezug von Insolvenzgeld. Für Langzeitarbeitslose gilt die Regelung nicht.

- Mütterrente: Für Frauen, deren Kinder vor 1992 zur Welt kamen, sollen Kindererziehungszeiten - rückwirkend zum 1. Juli 2014 - besser honoriert werden. Sie erhalten im Westen brutto etwa 28 Euro monatlich mehr pro Kind, im Osten etwa 26 Euro. Dies ist eine Verdoppelung des bisher bezahlten Zuschlags. Begünstigt sind voraussichtlich 9,5 Millionen Rentnerinnen. Grundsätzlich können auch Väter alternativ die verbesserte Leistung in Anspruch nehmen.

- Erwerbsminderungsrente: Wer aus gesundheitlichen Gründen vermindert oder gar nicht mehr arbeiten kann, soll besser abgesichert werden. Die Betroffenen werden so gestellt, als ob sie mit ihrem früheren durchschnittlichen Einkommen zwei Jahre länger in die Rentenkasse eingezahlt haben. Das bringt brutto bis zu 40 Euro im Monat mehr. Die letzten vier Jahre vor Eintritt der Erwerbsminderung sollen bei der Berechnung des Durchschnittseinkommens unberücksichtigt bleiben, wenn sie - etwa wegen gesundheitsbedingter Reduzierung der Arbeitszeit - negativ zu Buche schlagen würden.

- Reha-Leistungen: Die bislang gedeckelten Mittel für Reha-Leistungen zur Vermeidung von Frühverrentungen sollen entsprechend der demografischen Entwicklung dynamisiert werden. Zuletzt sind die Reha-Anträge stetig gestiegen; der Trend dürfte sich noch verstärken.

Rente
16.01.2014 · 15:38 Uhr
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