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Hintergrund: Die deutschen Nachrichtendienste

Berlin (dpa) - Deutschland hat drei Nachrichtendienste:

Das BUNDESAMT FÜR VERFASSUNGSSCHUTZ (BfV) mit Sitz in Köln ist die zentrale Behörde zur Abwehr von Extremisten und Spionen. Neben Links- und Rechtsextremisten beobachtet das BfV auch die Aktivitäten von Islamisten und ausländischen Extremisten. Das Bundesamt hat nach unterschiedlichen Angaben zwischen 2500 und 2700 Mitarbeiter. Es erstellt einen jährlichen Bericht über die Sicherheitslage in Deutschland. Die Verfassungsschützer beziehen ihre Informationen zum größten Teil aus sogenannten offenen Quellen: von Zeitungen bis zu öffentlichen Veranstaltungen. Das 1950 gegründete BfV untersteht dem Innenministerium und wird von Bundesregierung, Bundestag und Datenschutzbeauftragten kontrolliert.

Der BUNDESNACHRICHTENDIENST (BND) sammelt seit 1956 für die Bundesregierung und andere Bundesorgane politische, wirtschaftliche, militärische, technische und wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Ausland. Der BND ist dem Geheimdienst-Koordinator im Kanzleramt unterstellt. Die Parlamentarische Kontrollkommission des Bundestages überwacht die Behörde. Die etwa 6500 Mitarbeiter in Pullach bei München und Berlin dürfen nicht im Inland tätig werden.

Der 1956 gegründete MILITÄRISCHE ABSCHIRMDIENST (MAD) soll die Bundeswehr und das Verteidigungsministerium gegen «sicherheitsgefährdende oder geheimdienstliche Tätigkeiten» - also Sabotage und Spionage - schützen. Die Zentrale der 1200 Mitarbeiter, das Amt für den militärischen Abschirmdienst, ist in Köln.

Extremismus / Kriminalität / Verfassungsschutz
02.07.2012 · 21:45 Uhr
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