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Hintergrund: Die Cyrenaika - Region im Nordosten Libyens

Berlin (dpa) - Die rund 800 000 Quadratkilometer große libysche Region Cyrenaika grenzt an die Mittelmeerbucht Große Sirte, die Libysche Wüste und Ägypten.

Ihre bis zu drei Millionen Einwohner konzentrieren sich weitgehend auf den landwirtschaftlich nutzbaren Küstenstreifen und einige Oasen. Mit mehr als 600 000 Einwohnern ist Bengasi die mit Abstand größte Stadt der Cyrenaika.

Der Name der Region ist abgeleitet von der im 7. Jahrhundert v. Chr. an der nordafrikanischen Küste gegründeten griechischen Handelsniederlassung Kyrene. Die nach 640 ins Land gekommenen arabischen Eroberer nannten das Gebiet Barka. 1517 wurde die Cyrenaika für rund 300 Jahre türkisch. Nach einem Krieg gegen das Osmanische Reich besetzte 1911 Italien ganz Libyen. In der Cyrenaika trotzten noch mehr als 20 Jahre lang bewaffnete Aufständische den neuen Kolonialherren.

Der seit 1969 über Libyen herrschende Muammar al-Gaddafi stellte seine «Revolution» wiederholt propagandistisch in die Tradition der damaligen Rebellen unter Omar al-Muchtar (1863-1931). In den vergangenen Tagen beriefen sich wiederum viele Demonstranten in Bengasi und dem Hinterland auf Al-Muchtar als Vorbild für ihren Widerstand gegen den Diktator in der mehr als 1000 Kilometer entfernten Hauptstadt Tripolis. Nach blutigen Kämpfen feiern die Bewohner im Osten Libyens bereits die «Befreiung» der Cyrenaika.

Unruhen / Libyen
24.02.2011 · 23:04 Uhr
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