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Hintergrund: Die Afrikanische Union

Nairobi/Addis Abeba (dpa) - Mit Ausnahme Marokkos gehören der Afrikanischen Union (AU) alle anderen 53 Staaten des Kontinents an. Der Staatenbund ist 2002 aus der Organisation für Afrikanische Einheit hervor gegangen und hat seinen Sitz in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba.

Die AU soll einen, Frieden stiften, sich den Herausforderungen und Konflikten Afrikas stellen - aktuell etwa den Unruhen in Ägypten und dem Machtkonflikt im westafrikanischen Elfenbeinküste.

Ähnlich wie die Vereinten Nationen hat die AU einen Friedens- und Sicherheitsrat und stellt in den Konfliktherden des Kontinents eigene Friedenstruppen. Sie tragen im Gegensatz zu den UN-Blauhelmen grüne Kopfbedeckungen. So unterhält die AU im Bürgerkriegsstaat Somalia eine eigene Friedensmission und ist zusammen mit den UN in der westsudanesischen Konfliktregion Darfur in der UNAMID-Friedensmission aktiv.

In den 53 AU-Staaten leben insgesamt rund eine Milliarde Menschen, etwa ein Sechstel der Weltbevölkerung. Derzeit sind allerdings Eritrea, Madagaskar, Niger und Elfenbeinküste aus der Staatengemeinschaft suspendiert.

Die AU hat unter anderem das Ziel, mehr Einheit und gemeinsame Entwicklungsziele und Standards auf dem Kontinent zu erreichen. Allerdings wurden Vorgaben wie die Charta der Menschenrechte oder der Afrikanische Gerichtshof für Menschenrechte längst nicht in allen Mitgliedsstaaten ratifiziert.

Libyen / Konflikte
11.04.2011 · 08:14 Uhr
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